Dienstag, 3. April 2018

Einen Abend allein in der Buchhandlung Kögel


Mittwoch vor Ostern 2018 war sie endlich da. Die Buchnacht.

Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet.

Seit dem 17. November 2017, meinem 39. Geburtstag. Denn da habe ich ein Geschenk von meiner Schwester bekommen, welches mich völlig aus den Stiefeln gehauen hat. 

Einen Abend mit den Lieblingsmenschen in Waldshut-Tiengen in der Buchhandlung. Dafür brauchen wir Urlaub und Schulferien. Also haben wir uns dann Ostern 2018 dafür ausgesucht und uns direkt mal ein paar Tage bei meiner Schwester einquartiert.  

Von November bis Ende März ist ja eine Ewigkeit. Aber da Vorfreude die schönste Freude ist, habe ich diesen kleinen Gutschein wie einen Schatz gehütet. Meinen Bücher-Schatz.

Die Buchnacht ging von 19 Uhr bis 22 Uhr. 

Ich kannte diese kleine Buchhandlung bereits, aber so richtig wie an diesem Abend habe ich es noch nie genießen können. Ist man allein in einer Buchhandlung, hat man einen ganz anderen Blick als im normalen Tagesgeschäft. 

Die Buchhandlung Kögel ist sehr persönlich eingerichtet. Vom Kinderbuch bis zum aktuellen Krimi alles vorrätig.

Richtig tolle Regale und Büchertische die zum schmökern einladen.

Unendlich Zeit, sich die Bücher in Ruhe anzusehen, anzufassen, sogar aus der Folie hätten wir sie nehmen dürfen, was keine von uns tat. Da stand genug offenes Lesefutter rum.

Die Buchhändlerin, Frau Kögel, gleichzeitig auch Inhaberin der Buchhandlung, hat da ein Träumchen. Sie wohnt über der eigenen Buchhandlung. Hach! 

Frau Kögel hat uns kurz in die Buchhandlung eingewiesen und wir durften ALLES! Fassen Sie an, riechen Sie dran, streicheln Sie drüber....diese Frau weiß, um was es geht. Bücher erleben! Das war fast so, als wenn wir in der Buchhandlung wohnen würden: Ich würde das ja sofort machen. :-)

Ein Tisch für uns stand in der Buchhandlung. Schön gedeckt mit leckeren Snacks und Sekt und Saft. Kurzes Gespräch noch über meine Bloggertätigkeit und dann war Frau Kögel verschwunden.
Wäre was gewesen, hätten wir Klingeln können. Haben wir auch gemacht, aber erst eine halbe Stunde vor Schluss. Weil wir auch noch einige Bücher haben in Geschenkpapier einpacken lassen. Und die vielen Bücher bezahlen wollten.

Frau Kögel hat uns Vier also eingeschlossen. Eingeschlossen! Das war komisch. Dann aber nach einem Schluck Sekt haben wir uns angeschaut und dann los. Jede von uns ist in eine andere Ecke der Buchhandlung verschwunden und hat für sich gestöbert. Plötzlich hörte man die Eine rufen: „Guck mal hier, das ist bestimmt gut“.
Die andere antwortet: „Ja, ich hab auch eines, das lege ich mir mal zurück“.

Meine Nichte hat sich in der Zeit einen schönen Platz am Fenster gesucht und hat ein Buch gelesen. Komplett! Na gut. Es war eines von Sergio Bambaren, der schreibt immer kurze Bücher, dennoch! Ich hätte das nicht gekonnt. Ich fand das super! Setzt sich hin und zack war sie eingetaucht in ihrer Geschichte. Cool. 

Eine gut (bebuchte) Jugendecke hab ich dann entdeckt. Jugendbücher! Na gut, ich bin 39 was soll´s. Ich kann nichts dafür, wenn da Bücher vom Königskinder Verlag standen. Ein ziemlich Neues vom Carlsen Verlag war auch dabei. Zack, hatte ich den ersten kleinen SuB zusammen. Da häuften sich dann noch einige mehr und ich musste dann doch noch mal aussortieren, weil ich auch noch in der Belletristik fündig geworden bin. Gott sei Dank hat mir meine Schwester ein Buch abgenommen, dass schnapp ich mir dann mal bei Gelegenheit.



Gleich gehts los! 
Der Tisch! Während sich Zwei noch freuen, schielt die Dritte schon nach Lesefutter

Irgendwann muss man eine Auswahl treffen. Ich beim sortieren. 
Keine Ahnung. Halte wohl gerade einen Vortrag! :)



Blick vom Eingang in die Buchhandlung - So schön

Getränke 

Pssst! Ruhezone 

Von den Höfen 3 habe ich mich wieder getrennt. Dafür oben drauf noch was anderes gepackt. 

Noch mal Blick auf die "Bar".

Nehm ich es, nehme ich es nicht, nehme ich es.....

Lesende Schwestern

Psssstt! Leser unter sich.

Angelesen - Meins!



Das waren immer noch nicht alle Titel.


Meine Mutter sagte dann, nach dem sich der Stapel von mir und meiner Schwester langsam aber sicher erhöhte: „Jedes Mädchen darf sich eines aussuchen. Ist dann von mir zur Erinnerung“. Whuuuuu, beste Mutter und Oma. Immer wieder. Ich habe mich dann für Café Morelli aus dem Königskinder Verlag entschieden. Danke!

Trotz Mutters Buchspende, war mein Stapel immer noch hoch und Gott sei Dank hatte ich noch das Buchgeld meiner Eltern vom Geburtstag dabei. Hab auch nur um 13,00 Euro überzogen. *duck

Meine Schwester meinte ich übertreibe. Ey! Wir wurden zum Lesen erzogen. Das darf auch jeder gerne sehen. Außerdem wüsste ich gerne mal wo du den „Willi Klöbner -Tierarzt für Kinder“ versteckt hast, aber das ist eine andere Geschichte.

Und bei einer solchen Büchernacht und als Bloggerin mit EINEM Buch raus. Geht nicht! Wie soll man das denn bitte machen? Waren doch nur 7 Bücher. :-) Und eines davon, dass weiß ich ganz genau, liest sicher auch gern mein Papa. Da habe ich nämlich extra noch das Neuste von
Maja Lunde drauf gepackt. Ausrede kann ich!

Unsere Mama hat den Rest der Bande nicht vergessen. Die zu Hause geblieben sind. Für Opa gab es noch ein cooles Kofferband und für meinen Sohn Leseanfänger Fuchsbuch und die andere Nichte bekam auch noch ein schönes Buch zum Thema Style.  Nur für meinen Mann fanden wir nichts. War nix da, was nach Computertechnik oder Handy aussah. PC-Literatur liest er auch nicht. Hoffe für dich gibt’s mal eine Elektronik-Nacht. Eingesperrt bei MediaMarkt. 

Ich habe ja erst gedacht, dass 3 Stunden niemals reichen werden. Aber doch! Reicht. Es reichte für Fotos, für Gespräche, für Snacks und Sekt und fürs Bücher stapeln.

Ich frage mich nur wie man das jetzt noch toppen will? Kann man so eine Büchernacht toppen?
Glaube ich nicht. Deshalb wird dieser Abend immer in positiver Erinnerung bleiben.

Und Mara, ich habe es echt bewundert, dass du dir so eine ruhige Ecke gesucht und gelesen hast. So eine Ruhe muss man auch erst mal weg haben. Das musste ich nochmals erwähnen. 

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Frau Kögel, die ihren schönen Bücherladen Nachts Menschen überlässt, für die Bücher mehr sind als man beschreiben kann. Ich wünschen Ihnen weiterhin viele Büchernächte und liebe Gäste.

Wer im Schwarzwald Urlaub macht und in der Nähe von Waldshut-Tiengen ist, sollte sich die Buchhandlung Kögel ansehen. Gegenüber ist noch eine Eisdiele. Im Sommer ist das doch einfach nur super, oder? Erst Bücher kaufen - dann Eis essen. Check!

Wem das zu weit ist: Manche Buchhändler bieten tatsächlich solche Abende an. Einfach mal für den Heimatort googeln.Wie diese gestaltet sind kann ggf. unterschiedlich sein. So hat Frau Kögel noch eine weitere Buchnacht, auf der sich bis zu 10 fremde Buchmenschen treffen und Neues aus der Bücherwelt erfahren könne. Das finde ich ja auch super! Janine, falls du das mitmachst, bitte berichten.

Nikola Kögel - Buchhändlerin  klickt mal drauf und bestellen kann man natürlich auch online. :-) 


Die Ausbeute von Mama 




Mamas Beute: 

Crashkurs Wein
Jugend ist aus Prosecco wäre noch da
Die Macht der Geographie
(Darwin hat sich einfach ins Bild geschmuggelt, das hat sie während des Urlaubs gelesen).















Für Opa, Nichte und Kind: 

Kofferband (irgendwo in einem Koffer abgelegt für die nächste Reise)
Bobo Siebenschläfer fliegt im Flugzeug (irgendwo im Kinderzimmer versteckt)
Alles Natur - Mein kleiner Fuchs



Ey, meins! Das gebe ich nicht mehr her.


Meine Beute: 

Ein Büchermensch kann nie zu viele Bücher haben


Café Morelli
Lieber Daddy Long Legs
Lieber Feind
Die Geschichte des Wassers
Die Farbe von Milch
Dumplin´ (fast durch)
Das tiefe Blau der Worte


Schwester und 



Nichte 

teilen sich die Beute: 

Das rote Kleid
Ich nannte ihn Krawatte
Der Mann, der vom Fahrrad fiel und im Paradies erwachte
Alles kann, Liebe muss





Janine, Danke für diese geniale Idee. Ein Geschenk, dass mich lange noch begleiten wird. 
Alleine 7 Bücher fleißig zu lesen und von dir welche zu stibitzen, wird an diesen Abend erinnern. 

Mara, Danke das du uns gefahren hast. So konnte Mama, Oma und Tante Sektchen trinken. :-)

Mama und Papa wie immer die Besten. Danke für das Buchgeld zum Geburtstag und das du an diesem Abend dabei warst.

Opa und Thomas - Danke fürs Aufpassen auf den Junior. Ohne Euch wärs nicht gegangen. 

Nina, dir auch. Du hat 3 Kerle ausgehalten, obwohl du selbst nicht ganz fit warst. Meisterleistung! 

Ihr alle habt dazu beigetragen das es ein super Abend für mich war. 

Das ist Familie und die ist unbezahlbar! 




Montag, 2. April 2018

Stefanie Hertel


Über jeden Bach führt eine Brücke: Geschichten aus meinem Leben

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (5. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453201914
  • ISBN-13: 978-3453201910


Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal und dem Heyne Verlag. Beiden Danke ich herzlich dafür. Ich habe über die Ostertage fleißig lesen können und somit folgt nun mein Bericht.

Meine Meinung:

Stefanie Hertel, das Mädchen aus dem Vogtland, ist mir natürlich schon alleine durch meine Oma ein Begriff gewesen. Diese hat immer den Musikantenstadl mit Karl Moik geguckt. Außerdem ist Stefanie nicht viel jünger als ich und da interessiert mich so ein toller Werdegang schon.

Dieses Buch hier, sehe ich nicht unbedingt als Biografie, sondern als Erzählung an. Lustige Anekdoten aus der Kindheit reihen sich mit Erlebnissen und Rezepten aneinander die untrennbar miteinander verbunden sind. 
Nebenbei erzählt Stefanie, wie sie, ehr Zufällig, auf die Bretter die die Welt bedeuten gekommen ist.

Ein Naturkind, die Stefanie. Bodenständig. Sie hält es mit dem, was die Oma´s und ihre Eltern ihr mit auf dem Weg gegeben haben. Ich finde das merkt man auch, wenn man Stefanie im Fernsehen sieht. Überhaupt nicht abgehoben.

Wenn man ihr Buch liest, kommt es mir so vor, als wenn ich ihre Geschichten regelrecht lausche.
Die Kapitel sind kurz, auf den Punkt gebracht vollgepickt mit Rezepten und Tipps Rund um Gesundheit und Wohlbefinden.

So wie sie aus dem Vogtland stammt, hat sie auch die DDR (Deutsche Demokratische Republik) erlebt. Eingeschlossen hinter einer Mauer, die untersagte eine Verbindung zu Westdeutschland herzustellen. Diese Erzählungen, Lebensumstände und wie die Familie zur DDR stand, haben mich als Westdeutsche sehr interessiert. Wie es dann, nach dem Fall der Mauer auch auf der Karriereleiter für sie nach oben ging, während andere DDR Stars nicht so viel Glück hatten. Glück und Leid liegen nach der Teilung von Familie zur Familie unterschiedlich da. Ich lese immer wieder gern Geschichten aus dieser Zeit und Stefanie hat diesen Teil ihres Lebens gut auf den Punkt gebracht ohne allzu politisch zu werden. Auch das finde ich gut.

Die (Lese)- Zeit mit Stefanie Hertel, war also ganz und gar interessant, aufschlussreich und beim Lesen habe ich dann auch gemerkt, dass hinter Volksmusik- und Schlagerstar zu sein, mehr steckt, als ich vermutet haben.

Sie wollte als kleines Mädchen so unbedingt auf die Bühne. Einfach nur um ein Lied zu singen. Sie hat sicher nicht gedacht, dass sie mal darüber hinaus so bekannt ist, dass sie heute eine eigenen Abendshow moderiert. Immer noch singt, auch wenn sich die Musik verändert hat und sie nicht mehr zwangsweise im Dirndl zu sehen ist.
Ich wünsche Stefanie Hertel weiterhin viel Erfolg.


Donnerstag, 15. März 2018

Antiquariat - Ein Erlebnis für Bücherfreunde


Hallo Zusammen,

heute kommt keine Rezension, aber ein Bericht über einen ganz tollen Ort. Ein Ort, wo mein Bücherherz absolute Verbundenheit signalisiert. Die Rede ist von der Buchhandlung Erlenkämper in Bottrop, die unten im Keller der Buchhandlung, ein Antiquariat hat. Aber was für eines. Meine Güte, ich muss da mal von Geschäftsöffnung bis Geschäftsschluss hin, da gibt es so viel zu gucken und wenn man damit fertig ist, kauft man sich sicher gern das eine oder andere Buch. 

Ein Träumchen. Jawoll. Ich finde solcher Art Antiquitäten Läden gibt’s gar nicht mehr so viele hier. Vor allem so ein richtig schönes Fleckchen. Man merkt das die Leute die hier arbeiten, dass Ganze mit Herzblut betreiben. Die Bücher sind alle liebevoll einsortiert und wenn gerade nicht, dann stehen die Bücherstapel an den entsprechenden Stellen vor den Regalen, an denen sie einsortiert werden sollen. Sitzgelegenheit ist auch vorhanden. So rundherum von Büchern umgeben zu sein, die alle ihre eigene Geschichte haben, fand ich schon als Kind faszinierend. Nicht nur wegen der Geschichte zwischen den Buchdeckeln, sondern weil sie schon durch viele Hände gegangen sind. In einigen Büchern stehen manchmal sehr persönliche Widmungen.
In einem Buch, welches ich aus dem Regal zog, stand eine Widmung drin:

Lieber ….
Hab Vertrauen
Deine …...

Da frage ich mich immer, wer wohl diese Personen waren. Wie standen sie zueinander und warum schenkt eine Frau einem Mann „Vom Winde verweht“? Umgekehrt wäre es nicht so interessant, finde ich. Das meine ich damit, dass in einem so alten Buch mehr steckt als nur die Geschichte. Irgendeine Frau oder Mädchen hat ihrem Ehemann oder Freund dieses Buch geschenkt. Irgendwann mal in den 1950er Jahren. Jetzt steht es hier in Bottrop im 
Antiquariat Erlenkämper und hofft auf einen neuen Besitzer.

Bücher stapeln sich hier von Boden bis zur Decke. Aber nicht irgendwie, sondern da steckt ein schönes System hinter und ich fühle mich als Besucher einfach wohl und vergesse die Zeit.
Ich bin richtig glücklich zwischen all diesen alten Büchern.

Ich wurde sehr freundlich begrüsst und man hat mir Hilfe angeboten. Da ich letzten Sommer schon einmal vorbei geschaut habe, kenne ich das System und war quasi „zu Hause“. Und ich und Antiquariate, ich finde immer was. Immer! Hätte auch gerne mehr mitgenommen und muss noch mal wiederkommen. In Ruhe, alleine, ohne meinen Mann. Der war nämlich mit und liest nicht und hatte schon Langeweile.
Verstehe ich nicht! Aber ist so.

Zugegeben, viele der Romane standen früher auch bei meiner Mutter oder meinen Großeltern im Wohnzimmerregal. Aber manche hier sind auch andere Ausgaben oder hatten noch einen Schutzumschlag. Es werden Erinnerungen wach. Und dann dieser Geruch. Es gibt nichts, was da noch zu toppen wäre. Na gut, vielleicht noch der Geruch eines ganz frisch gedruckten Buches. Klar! Aber der Geruch eines Bücher-Antiquariats, das ist unvergleichlich. Leute, da lass ich jede Parfümerie für stehen. Ach!

Zwei Bücher über die Kaiserin Elisabeth, die ich tatsächlich noch nicht hatte. 
Und die habe ich nicht in Wien gefunden, sondern in Bottrop. Kann man mal sehen! :) 

Das wäre ein Job für mich gewesen. Der Wunsch ist auch immer noch da. Beneidenswert die Damen und der Herr die da unten so eine tolle Arbeit nachgehen dürfen. Das ist wirklich schön. Ich hoffe für Sie, dass ihr Bücherladen und dieses fantastische Antiquariat noch sehr lange bestehen bleibt. Bücher sterben nicht aus. Nie!

Kein E-Book Reader kann diese Atmosphäre zaubern.

Schön das es Sie gibt. Ich wünsche Ihnen von Herzen weiter viel Erfolg und viele Besucher. Und wie es der Kreislauf des Lebens will, finden sich die Neuerscheinungen von oben, irgendwann unten wieder und können neben der eigentlichen Geschichte zwischen den Buchdeckeln vielleicht noch eine andere erzählen.

Ich komme bald wieder vorbei.

Für alle die jetzt neugierig geworden sind:

Foto Privat: Thomas Gremler 
Ich habe bei der Buchhandlung angefragt, ob ich das Foto für meine Seite auch benutzen darf. Dies hatte mein Mann von mir gemacht und wie man sieht bin ich absolut abgetaucht. Da man darauf auch Bücher aus dem Antiquariat erkennen kann, hab ich mir bei der Buchhandlung Erlenkämper die Genehmigung zur Veröffentlichung geholt. Ebenso wurde mir erlaubt, die Homepage der Buchhandlung einzubetten. Wer also mal gucken möchte, kann diesem Link folgen: 


Buchhandlung und Antiquariat Erlenkämper

Viel Vergnügen.




Dienstag, 13. März 2018

Flugangst 7A

Titel: Flugangst 7 A 
Autor: Sebastian Fitzek die Eckdaten: 

(Quelle: Droemer)
Hardcover, Droemer HC
25.10.2017, 400 S.

ISBN: 978-3-426-19921-3


Privat-Foto: Katina Gremler 
Ich bin wirklich sehr lange um  - Flugangst 7A - herumgeschlichen. Das vorherige Buch von Sebastian Fitzek war noch nicht verdaut und ich dachte mir:  Warte noch eine Weile.  Eines schönen Tages kam ich an meine Stammbuchhandlung vorbei, die gerade wieder einen 
Flugangst 7A - Tisch hatte. Da lag es als Ansichtsexemplar. 

---------------------------- SCHNAPP --------------------------------
Und ich liebe dieses Cover! Selbst mit abgenommenen Umschlag - so cool. Das macht irgendwie immer ganz viel aus, wenn ein Cover so aufwendig bearbeitet ist. Ich habe als Leser nochmal so viel Spass mit einem Buch. 
Ja, und dann an der Kasse, die Buchhändlerin kennt mich gut, weil ich fast jeden Tag einmal durch den Laden gehen muss:
"Sie haben Flugangst noch nicht gelesen? Wie kann das denn passieren?" 
Ja, wie oben beschrieben. Deshalb! Aber ich habe mit einem Grinsen bezahlt und bin abgezogen. Sofort nach Hause, Folie ab und weg war ich. Ich bin mitgeflogen in diesem super Flieger, in dem man eigentlich das Gefühl hatte, so sicher wie in einer Babywiege zu sein. Trügerisch, wie immer, der Fitzek. Fackelt nicht lange, legt direkt zu Anfang einen so starken Auftakt hin, dass ich als Leser das Zittern bekam.  Meine Eltern sind zu der Zeit obendrein auch noch gerade in den Urlaub geflogen. Toll! Echt! Die hatten auch einen Horror-Flug, wenn denn auch ein Unwetter eine Rolle gespielt hatte.
Die Story ist genial, weil man bei einem Flieger - wenn denn was passieren könnte - ehr die Möglichkeiten eines Anschlages, eines Unwetters oder eine defekte Maschine vermutet. 
Das was aber wirklich da oben in der Luft passiert, ist schon verrückt. Das ist wieder mal ein Genie-Streich des Autors. Ungelogen. Vom Schreibstil muss ich hier nicht reden, der ist bei Herrn Fitzek immer 1a mit Sternchen, aber das zwei Themen eine Rolle spielen, die absolut eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber funktionieren, weil die Personen,  die damit zu tun haben, beide davon profitieren - Und damit einiges zerstören. Bäääm! Fitzek. Wie immer! Da sitzt man nach dem Lesen des Buches. Ist geflasht. Dreht das Buch hin und her und weiß erst fast 2 Wochen später dazu eine Rezension zu schreiben. Und ich weiß immer noch nicht, ob das reicht, was hier steht.  
An Flugangst wird man sicher denken, wenn man das nächste Mal in einen Flieger steigt und man wird wohl den 
Sitzplatz 7 A und einige andere bei der nächsten Flug-Buchung ignorieren. Argh!!! Argh!! 
Vielleicht sorgt auch erst mal ein beliebtes Getränk einige Tage für Unwohlsein. Hier hat der Autor auch noch wirtschaftliche und politische Dispute eingebaut.  Vielleicht sollte man diesbezüglich doch lieber den Landwirt in der Nähe fragen als beim Discounter zuzugreifen. Wer kann....ist immerhin ein Anfang ich meine damit jedes Buch hat auch immer ein Fünkchen Wahrheit eingewebt. 
Euch wird beim Lesen sicher flau werden, so soll es beim einem Thriller ja auch sein. 
Durchsage: 

Viel Spaß auf dem Langstreckenflug von Buenos Aires nach Berlin. Ihr Platz auf dem Sitz 7A ist reserviert. 



Foto mit netter Genehmigung von M. Gremler. Mama sass im Flieger, während ich dieses Buch gelesen habe.

Es war aber nicht der Sitzplatz 7A. Gott sei Dank!
 



Montag, 19. Februar 2018

Wortwächter



Titel: Wortwächter
Autor: Akram El-Bahay
VÖ: 16.02.2018
Seitenzahl: 384 (Print)
Seitenzahl: 400 (eBook)

ISBN: 978-2-7641-5118-8 (Print)

ISBN: 978-37641-9217-4 (e-Book)

Ab: 11 Jahren

(Quelle: UeberreuterVerlag)


Klappentext:

Im verwinkelten Anwesen seines Onkel David gibt es weder Internet noch einen Fernseher, nur jede Menge Bücher – absolut langweilig, findet Tom. Da stößt er im Keller auf etwas höchst Seltsames: eine Buchseite, auf der wie von Zauberhand Worte erscheinen und wieder verschwinden. Sie scheinen genau das zu erzählen, was er gerade sieht, denkt oder tut – und warnen ihn, sich rasch zu verstecken. Tatsächlich: Im selben Moment erscheint ein Fremder und entführt Toms Onkel. Ehe er sich’s versieht, steckt Tom in einem Abenteuer, in dem ein alter Geheimbund, die Statuen berühmter Autoren und ein lesehungriges Mädchen eine große Rolle spielen. Vier Rätsel muss er lösen und an weit verstreuten Orten vier Teile einer mächtigen goldenen Feder finden. 
(Quelle: Ueberreuter)


Das sage ich zum Buch:

Als ich das Cover zu Wortwächter sah, war schon klar, dass ich das Buch haben MUSS! Ohne das ich da den Klappentext kannte. Irgendwann kam dann der Klappentext dazu und dann noch ein Aufruf vom Autor das er noch Blogger für die Wortwächter suchte und ich hab mich einfach mal beworben und Glück gehabt, dass Ebook zu gewinnen. Dafür nochmals auf diesem Wege einen herzlichen Dank an den Ueberreuter Verlag und Herrn Akram El-Bahay. Ihr habt mir damit eine große Freude gemacht, denn im Wortwächter ist alles drin, was ein Buch über Bücher braucht.

Phantasie, Gespräche über Bücher, Protagonisten aus Büchern - aber wie!!!! diese Protagonisten im Wortwächter auftauchen, dass ist sowas von genial umgesetzt. Ja das ist das coole daran.
Damit hab ich nicht gerechnet und ich muss sagen, ich finde diese Idee einfach fabelhaft. Fabelhaft. Ich hab mich jedesmal gefreut, wenn noch eine Buch-Person auftauchte. Also das ist Herr El-Bahay wirklich mehr als gut gelungen.

Auch die sonstige Story ist toll umgesetzt. Ein Kind das gar nicht gerne liest, wird reingezogen in die Welt der Bücher, ohne zu wissen Was und Wer es ist. Was es für eine Macht besitzt. Gut, gab es hier und da schon mal, aber nicht so! Absolut nicht so! Und ich darf mit Recht sagen, dass
„Wortwächter „ in den Reihen meiner Lieblingsbüchern ein Plätzchen geschaffen hat.

Die Story fängt langsam an und bekommt dann aber Fahrt. Es ist gleichermaßen für Jugendliche wie auch für Erwachsene geschrieben. Schöner noch für die, die schon etwas belesener sind. Für die wird das hier ein Fest. Und für diejenigen die es noch nicht so sind, lädt das Buch ein, alle Bücher zu lesen, die in Wortwächter vorkommen oder Bücher mancher Autoren die im Wortwächter vorkommen. Manchmal jubelt man, weil man alte Bekannte trifft. Das Herz fängt richtig an zu hüpfen und ich dachte dann immer: Dieses Buch ist wirklich eine Liebe fürs Leben. Verdammt, ich hab nur das E-Book. Ich brauche das Buch. Ich brauchen es! Richtig in der Hand. Das werde ich noch machen. Und mich dann damit nochmals ein Wochenende aufs Sofa setzen und lesen. Ich bin der Überzeugung das man ein „Buch über Bücher“ besser als Print liest. Das hat mehr Flair.

Nichtsdestotrotz, hat man auch ein Verlangen nach London zu fliegen und der Truppe bei ihrer Mission zu unterstützten und der Big Ben, der hat künftig für mich auch einen anderen Stellenwert. Ich bin aber leider kein Wortwächter, aber Akram El-Bahay hat es Möglich gemacht das man dabei sein darf. Einfach das Buch aufklappen und mitmachen. Es wird Euch mit reinziehen in eine Welt die jeder Büchermensch gerne erleben würde. Ach was. Wir erleben es ja jeden Tag, in dem wir Lesen und hier wird das mehr als Deutlich.

Und ach ja, nichts ist, wie es auf dem ersten Blick erscheint. Und in diesem ersten Moment, wo der Leser dies merkt, hört man den Leser nur noch Atmen und die Nase steckt so tief im Buch,ok in meinem Fall im Reader, wie schon lange nicht mehr.

Das machen „Die Wortwächter“ mit einem Leser! Schön, oder?
Ich wünsche jedem der dieses Buch liest, die selben starken Gefühle beim Lesen. Danke dafür. So müssen Bücher sein. Sie müssen den Leser richtig mit reinziehen in die Geschichte und ich sage ja immer: Wenn man in einem Buch, in der Geschichte lebt, dann ist es das richtige Buch gewesen gewesen.



Ich hätte da noch gerne die Goldene Feder, den Butler und den Status eines Wortwächters. Ich hab mich so bemüht leere Seiten zu lesen, hat nicht funktioniert. Ich bin nur Gewöhnlich! Nur!! Das darf doch nicht wahr sein.

Muss ich noch mehr sagen? Nein, nur: Viel Spaß und Herrn El-Bahay weiterhin so eine schwungvolle Schreibfeder und geniale Ideen. Ein Fest-wahrlich. Es war ein Fest. Danke schön! Und mir ist der traurige Moment bewusst, dass ich dieses Buch niemals mehr wieder zum ersten Mal lesen werde. Niemals mehr wieder, dieses ohhhhhhh-Erlebnis, aber es wird mir immer wieder eine Rückkehr zu guten Freunden sein.

Sobald ich die Print Ausgabe habe, werde ich dieses hier noch als Foto in Szene setzen. Derweil muss das Foto vom iPad reichen.