Dienstag, 26. Juni 2018

Im Licht der Nacht


Titel: Im Licht der Nacht 
Autorin: Mara Lang
Verlag: Mara Lang SP
VÖ: 15.06.2018
Foto: Katina Gremler


Vorab auch hier nochmals einen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar. Mittlerweile habe ich ein Händchen für die für mich „richtigen“ Bücher. Bücher die zu mir kommen und die ich Liebe. Die ich am liebsten in einer Nacht durchlesen möchte, weil die Geschichte mich einfach mitnimmt. Ich habe mir aber ein wenig mehr Zeit gelassen, es wäre zu schade gewesen, zu schnell zu lesen. 

Ich habe so gar keine Ahnung von Tanz. Die ganzen französischen Ausdrücke im Ballett sagen mir nichts. Dennoch gehört Ballett zur Grundausstattung eines jeden Tänzers. Selbst die, die Standard- oder Latein tanzen wollen, haben vorab Ballett gehabt. Die zum Musical wollen oder in Shows tanzen wollen, hatten Ballettunterricht. Ich kann mich ins Publikum setzen und eine Aufführung genießen, ohne das ich die einzelnen Schritte kennen muss. Ballett ist so anmutig und die Musik wundervoll und es steckt so viel harte Arbeit drin. 

Aber was ich kenne, sind Musicals, all die super tollen Musicals die im Buch vorkommen habe ich entweder selbst gesehen oder aber auf CD gehört. Ausschnitte im Fernsehen gesehen und Berichte gelesen. Ich kann verstehen, was die Protagonistin Alicia zum Musical zieht. Um dahin zu gelangen, hat sie sich ein Stipendium erarbeitet und kommt auf die renommierte Tanzakademie auf Schloss Tarnek, eigentlich schon ehr in der Pampa gelegen als das es eine Stadt ist. Geleitet von dem Wunsch, hier eine solide Ausbildung zu erhalten und nichtsahnend was sich auf dem Schloss abspielen wird. Nichtsahnend für den Leser, der hier mal teilweise mit altem Fantasie Genre zusammenstößt und Neues kennenlernt. Also für mich war eine Sache neu und ein Geniestreich für diese Geschichte. Das hat alles in ein anderes Licht gesetzt und es war absolut nicht langweilig, weil eben diese eine Facette, die Mara Lang für einen ihrer Protagonisten vorgesehen hat, stimmig war. Wer oder Was es ist, kann ich Euch hier nicht schreiben, das müsst ihr selber lesen und ihr werdet verstehen. 

Was mir ansonsten noch gut gefallen hat, war die Tatsache das dieses Buch mit Real – und Fantasiemomenten keine mystischen Namen im Programm hat, sondern alles Namen, die man kennt und Aussprechen kann. Das hat diesem Buch gutgetan. Die Geschichte spielt in Deutschland, in Bayern. Auf einem Schloss. Stimmig, in Bayern gibt es viele Schlösser und Seen. Ich finde das so gut, dass Mara Lang ihren Protagonisten keine Fantasie Namen gegeben hat. Danke! Ein Aspekt, der den Lesefluss, der wie man ihn von der Autorin auch aus den anderen Büchern kennt, den Spaß am Lesen beibehalten lässt. Einmal, am Ende der Geschichte, wird nochmals die Story kurz wiederholt, das hätte das Buch nicht gebraucht. Genial ist, das Frau Lang den ursprünglichen Plan, „Im Licht der Nacht“, als Kurzgeschichte zu schreiben, als Schmankerl hinten im Buch hat drucken lassen. Das fand ich so toll und es hat Sinn. Das werdet ihr noch merken. 


Das Cover! 

Das Cover springt ins Auge. Kein Wunder, denn es ist wieder von Alexander Kopainski gestaltet. Der Mann kann. Aber es lässt täuschen. Es handelt sich zwar um ein Phantasiewesen, aber welches da wirklich hinter steckt: Applaus! Applaus! Danke dafür! 


Protagonisten: 

Die schließt man, bis auf die Bösewichte, alle ins Herz. Obwohl die Bösewichte haben auch einen ganz anderen Ansatz, als das was ich sonst so aus der Sparte kenne. Sie haben dem Buch die nötige Spannung gegeben. 

Fazit:

Tanz und Fantasie lassen sich prima vereinen. Innen wie Außen ein Schmankerl. Innen noch Zeichnungen, was ich in Büchern sowieso immer sehr schön finde.
Anbei es ist ein Einzelband. Hatte erst gedacht, es geht in die Verlängerung. Am Ende könnte man sagen, es hätte eine Reihe werden können, aber es ist gut, das es keine wird, weil die Geschichte so wie sie ist fertig erzählt wurde.