Sonntag, 5. August 2018

Die Eschberg Reihe (3) Schmerzhaft Solveig von Larissa Schwarz

Solveig

Dieser dritte Band hat seine Zeit gebraucht, nicht weil er nicht gut ist, sondern weil ich mich erst an die Protagonistin Solveig gewöhnen musste und an eine Tabu-Szene, über die nicht gerade bei einem Sonntagsspaziergang gesprochen wird. Wenn überhaupt. Und wenn man darüber nachdenkt, dann auch erst im negativen Sinn. Die Autorin führt nun an, dass es Menschen wie Du und Ich sind, nur eben mit anderen Neigungen als normal. 

Solveig habe ich bereits im vorherigen Band kurz kennengelernt. Im vorliegenden werde ich nun herangeführt, an ihre beruflichen Wege, Beziehungen und Matthias, den Herzbuben in diesem Teil. 

Solveig ist verschlossen und macht gerne klare Ansagen und Regeln, ehe sie jemanden zu nahe an sich heran lässt. Zeitgleich ist sie ein Mensch, der im wahrsten Sinne des Wortes „Schmerzhaft“ lebt. Einmal weil das Schicksal dazu geführt hat, und zum anderen Mal, weil ihre Neigung sie dorthin führt. 

Schmerzhaft steht auch für vorausgegangenen Erfahrungen und Erlebnisse, die einen Schutzwall bilden. Kann ein Mann, der sie wirklich liebt und absolut wie sie fühlt und mit ihr fühlt, den Schutzwall brechen? 

Ich bin also wieder im beschaulichen Eschberg unterwegs oder pendel mit den Protagonisten durchs Ruhrgebiet. Dies ist einer der Pluspunkte, weil der Hauptort eben  irgendwo im Ruhrgebiet spielt und man einige Orte kennt, wie Essen oder Düsseldorf. Das ist einfach herrlich. 

Nebenbei fühlt man sich beim Lesen wie ein Teil der Eschberg-Clique die alle um die 30 sind. 

Das schöne an diesem Buch ist, dass sich alles um die Liebe dreht und dann aber auch das nicht alles so rosig ist, wie man auf dem ersten Blick meinen könnte.