Donnerstag, 4. Oktober 2018

Der Abgrund in Dir von Dennis Lehane


Der Abgrund in dir von Dennis Lehane

Mir tut das jetzt richtig leid, wenn ich hier negativ auf das Buch zu sprechen komme, aber das hat seine Gründe.

Der Klappentext:

Kurzversion Klappentext (Diogenes Seite)

Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen?
Foto: Katina Gremler


Der Klappentext liest sich auch wirklich so, dass es sehr spannend werden könnte, von daher war ich auch sofort bereit das Buch zu lesen.Ich habe dann das Buch zugeschickt bekommen und sofort angefangen.

Meine Meinung zum Buch:

Zu Anfang lief es auch flüssig. Man lernt Rachel und ihre Umgebung kennen. Ihre Gedanken und Gefühle. Sie ist erst sehr erfolgreich und landet dann ganz unten. Was der Typ da mit ihr macht, bleibt lange im verborgenen. Es ist dem Leser gar nicht klar, was da mit ihr passiert. Als Leserin, bin ich immer gerne informiert. Es gibt Thriller, wo man schon im Vorfeld weiß, warum der Psycho jetzt das und das mit seinem Opfer macht. Hier bleibt erst mal alles im Dunkeln. Lediglich stellt man fest, das es Rachel immer schlechter geht. Und dem Leser leider beim lesen auch, weil es sich so „zieht“.
Daher bin ich absolut nicht, auf den fahrend Zug aufgesprungen. Es packt mich nicht. Langatmig trifft es noch nicht, ich müsste schon ehr sagen langweilig. Richtig Spannung kommt nicht auf. Kurz vor Schluss nochmals, aber das zieht mir auch nicht die Schuhe aus.

Vielleicht kurz an den Stellen wo sie ihren Dad sucht und was sie dann erleben muss. Das hat mich mitgenommen. Was danach kommt gähnt mich leider an. Ich habe das Buch dann zur Seite gelegt und später nochmals in die Hand genommen und wieder zu sagen: „Nein, es geht nicht“. Ich kann nicht sagen, ob gerade der Zeitpunkt nicht der richtige ist oder ob Lehane nicht „mein“ Autor ist. Ist übrigens für mich das erste Buch von ihm.
Ob es der Schreibstil ist oder Rachel oder sonst was. Wenn ein Buch nicht sofort auf den ersten Seiten überzeugt, hat es bei mir meistens auch keine Chance. Dann fehlt das Gewisse etwas. Und ich lese gerne Thriller. Also stimmte hier einfach die Chemie nicht.

Schade, ich hasse es geradezu, wenn ich ein Buch durch den Matsch ziehen lassen muss. In diesem Fall war es leider so. Und dann noch, wo ich den Verlag zum ersten Mal um ein Rezensionsexemplar gebeten habe. Das ist bitter. Ich hoffe das mich Herr Lehane mit seinem nächsten Roman fesseln kann. Derweil schaue ich mir mal andere Bücher von ihm an.

Fällt durch den Raster. Foto Katina Gremler